Aktuelles

07.07.2025
Finanzierung von Betreuungsleistungen über die EL

Die Betreuung zu Hause wird künftig besser unterstützt: Das Parlament hat in der Schlussabstimmung vom 20. Juni 2025 beschlossen, dass Ergänzungsleistungen (EL) neu auch Betreuungsleistungen mitfinanzieren können – ein Entscheid von grosser Tragweite für betreuungsbedürftige Menschen.

Die Revision des ELG verfolgt das Ziel, das selbstbestimmte Wohnen von Personen zu fördern, die EL zur AHV, resp. IV beziehen. Dazu sollen neu bestimmte Betreuungs- und Unterstützungsleistungen im häuslichen Umfeld durch EL finanziert werden, um Heimeintritte zu verzögern oder zu vermeiden.

Wesentliche Neuerungen

  • Einführung von Pauschalleistungen: EL-Bezügerinnen und -Bezüger erhalten künftig vorschüssige Pauschalen für spezifische Betreuungsleistungen zu Hause. Diese Pauschalen sollen ohne Vorfinanzierung durch die Betroffenen ausbezahlt werden.
  • Anrechenbare Leistungen: Zu den neu anerkannten Leistungen zählen unter anderem Notrufsysteme, Haushaltshilfen, Mahlzeitendienste, Fahrdienste sowie Zuschläge für altersgerechte Wohnanpassungen.
  • Zuständigkeit der Kantone: Die konkrete Ausgestaltung und Finanzierung dieser Leistungen liegen in der Kompetenz der Kantone. Sie sind verantwortlich für die Festlegung der Pauschalbeträge und die Durchführung der Bedarfsabklärungen.
  • Erweiterter Anspruchskreis: Neben AHV-Rentnerinnen und -Rentnern sollen auch IV-Rentnerinnen und -Rentner mit EL-Bezug Anspruch auf diese Leistungen haben.
  • Verzicht auf Hilflosenentschädigung als Voraussetzung: Für den Bezug der neuen Leistungen ist keine vorgängige Hilflosenentschädigung erforderlich, um den Zugang niederschwellig zu gestalten.

Ein wichtiger Entscheid – auch für Spitex Schweiz
Spitex Schweiz begrüsst diesen Entscheid ausdrücklich und hat sich in den letzten Jahren aktiv und gemeinsam mit weiteren Partnern für diese Revision eingesetzt. Dadurch konnte erwirkt werden, dass das betreute Wohnen breit gedacht wird und sich nicht nur auf das institutionelle «Betreute Wohnen» beschränkt.

Die Revision ist auch ein Zeichen, dass die Bedeutung von Betreuung als eigenständiger Pfeiler im Versorgungssystem anerkannt wird – neben Pflege, Behandlung und Prävention.

Die Kantone setzen um
Das Parlament gibt damit nationale Minimalstandards vor. Die Kantone erhalten gleichzeitig einen grossen Spielraum zur Umsetzung.

Der Kanton Zürich hat dabei bereits vorgespurt (Spitex Magazin 3/2023) und die Finanzierung von Hilfe und Betreuung zu Hause per 1. Januar 2025 eingeführt. Dabei hat er einen breiteren Leistungskatalog definiert und insbesondere auch psychosoziale Aspekte und die gesellschaftliche Teilhabe betont.

Es bleibt zu hoffen, dass sich möglichst viele Kantone an dieser Umsetzung orientieren werden und den Leistungskatalog umfassender definieren.

Aktuell läuft noch die Frist für das fakultative Referendum. Der Bundesrat wird das Inkrafttreten beschliessen und dabei den Kantonen genügend Zeit zur Anpassung ihrer kantonalen gesetzlichen Grundlagen einräumen.

Quelle: Spitex Schweiz

Das macht das Arbeiten bei einer  Spitex im Oberaargau attraktiv

Das Motto des diesjährigen Nationalen Spitex-Tages vom Samstag, 2. September lautet: «Wo kann ich eigenständig und in einem Team arbeiten? Bei der Spitex!». – Dieser Slogan ist auch passgenau für den neuen Ansatz der koordinierten Palliative-Care-Versorgung im Oberaargau, dem fachlichen Zusammenschluss der fünf NPO-Spitex-Unternehmen im Oberaargau in der ambulanten palliativen Grundversorgung.

Der Fachkräftemangel in der Pflege ist und bleibt herausfordernd, auch für die fünf NPO-Spitex-Unternehmen im Oberaargau (Spitex Oberaargau AG, Spitex Genossenschaft Oberaargau Land, Spitex Lotzwil und Umgebung, Spitex Roggwil/Wynau, Spitex Oberes Langetental). Darum ist der Fachkräftebedarf auch in diesem Jahr das Thema des Nationalen Spitex-Tages vom Samstag, 2. September. Dieser Aktionstag soll bewusst machen, wie anspruchsvoll, vielseitig und abwechslungsreich eine Tätigkeit bei einer Spitex ist.

Koordinierte Palliative-Care-Versorgung

Spitex-Mitarbeitende schätzen es, autonom arbeiten und dennoch auf ein gutes und motiviertes Team zählen zu können. Das ist wichtig, weil jede Fachperson meist alleine zu den Kundinnen und Kunden nach Hause geht – sei es mit dem E-Bike, dem Fahrrad oder dem Auto. Besonders umfassend sind Behandlung und Betreuung von Menschen mit einer unheilbaren, lebensbedrohlichen oder chronisch fortschreitenden Krankheit. Diese Dienste werden von Teams der Palliative Care erbracht. Um die palliativen Leistungen koordinieren und Synergien optimal nutzen zu können, haben die fünf NPO-Spitex-Unternehmen im Oberaargau ein überbetriebliches Konzept zur Palliative-Care-Versorgung im Oberaargau erarbeitet. Der fachliche Zusammenschluss im Bereich Palliative Care befindet sich seit Februar im Pilotbetrieb. Dies äusserst erfolgreich, wie die fachliche Leiterin Corinne Siegenthaler sagt: «Unter der Vision «Wir-Kultur – schnell, kompetent, unkompliziert und regional» haben wir den Anspruch, ein zuverlässiger und professioneller Partner in der palliativen Grundversorgung im ganzen Oberaargau zu sein.» zum Angebot

Die fünf NPO-Spitex-Unternehmen im Oberaargau bieten Kundinnen und Kunden ab 16 Jahren sowie deren Angehörigen und Bezugspersonen Palliative Care in der Grundversorgung an. Dabei werden die körperlichen, psychischen, sozialen und spirituellen Dimensionen berücksichtigt. (zVg)

  • Quelle: Anzeiger Oberaargau, Seite 10

Jahresbericht 2025

Im untenstehenden Dokument finden Sie den vollen Jahresbericht der Spitex Lotzwil und Umgebung

WELLCALL

Anrufdienst für alleine lebende Menschen sowohl für Seniorinnen und Senioren als auch jede andere alleine lebende Person

Der Anrufdienst hat primär zum Zweck, regelmässig festzustellen, ob die alleine lebende Zielperson wohlauf ist.

Mit dem Anrufdienst wird vermieden, dass Alleinstehende z.B. bei Krankheit oder nach einem Sturz unbemerkt allein bleiben, bis sie zufällig von jemand entdeckt werden. Dieser Anrufdienst ist keine Konkurrenz zu anderen, professionellen Notrufsystemen, welche durch eine permanent besetzte Zentrale betrieben werden und auf akute medizinische Notfälle ausgerichtet sind.

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